Volkstrauertag in Großkarolinenfeld

Donnerstag, 21 November 2019 13:05
Die Fahnenabordungen der Ortsvereine  nahmen am Kriegerdenkmal Aufstellung. Im Hintergrund des Bildes das Kunstdenkmal „MUT“ an der evangelischen Karolinenkirche. Die Fahnenabordungen der Ortsvereine nahmen am Kriegerdenkmal Aufstellung. Im Hintergrund des Bildes das Kunstdenkmal „MUT“ an der evangelischen Karolinenkirche.

„Was können wir tun?“ Diese Frage stellte Bürgermeister Bernd Fessler in den Mittelpunkt seiner Ansprache bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Kriegerdenkmal in Großkarolinenfeld. Er gedachte an die Opfer der beiden Weltkriege, wobei über 120 Millionen Menschen ihr Leben und Gesundheit verloren haben. Diese dunklen Teile unserer Geschichte, an denen Deutschland Anteil hatte, seien nicht mehr zu ändern. Daher sollten wir sie aber bei der Gestaltung unserer Zukunft, bei der Beurteilung und Einschätzung unserer überschriftengeprägten Gegenwart berücksichtigen. In Anbetracht der Verstorbenen müssen wir uns hier am Kriegerdenkmal, das uns ständig erinnern soll, der Verantwortung stellen. „Was waren damals die Ursachen?“ „Wodurch entstand Unfrieden bei uns“. Fragen denen wir uns stellen müssen, so Bürgermeister Bernd Fessler. Sicher spielten damals Vorurteile eine Rolle, die im 2. Weltkrieg mit Vorverurteilungen einhergingen: Dazu zählte die Abneigung gegenüber dem politischen Gegnern, der Umgang mit Behinderten und den Juden mit all seinen unfassbaren Auswirkungen in Konzentrationslagern, in denen Millionen von Menschen das Leben genommen wurde. Auch heute müssen wir aufpassen, denn unsere Welt werde immer komplizierter. Ein wesentlicher Bestandteil in unserer Gesellschaft sei heute wie früher das Schüren von Ängsten. Früher sei es im Rahmen eines diktatorischen Systems gewesen und heute seien es die Katastrophennachrichten, die uns den Blick auf jede Statistik verwässern. Dabei seien unsere Ängste, so der Bürgermeister, unverhältnismäßig, denn wir leben, zumindest hierzulande, in der sichersten Phase der Geschichte. Nie ging es dem Menschen in diesem Lande besser, die Kindersterblichkeit sei minimal und unser Gesundheitssystem sei hochentwickelt. Die Ernährung sei besser als je zuvor. Wir dürfen die längste Friedenszeit in Europa genießen. Und damit das so bleibe, müsse jeder seinen Beitrag zu einer toleranten offenen Gesellschaft leisten, in der es keine Berührungsängste gäbe und man miteinander im Gespräch bleibe, auch wenn man manchmal über seinen eignen Schatten springen müsse. In Gedenken an die Verstorbenen und Opfer der Kriege legte Bürgermeister Bernd Fessler mit den Mitgliedern des Krieger- und Reservistenvereins , die zugleich ihren Veteranenjahrtag abhielten, einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder. Stellvertretender Vorstand des Krieger- und Reservistenvereins Georg Obinger bedankte sich bei allen die mitgeholfen haben, diese Feier würdig zu gestalten. Ein besonderer Dank galt auch den zahlreichen Besuchern dieser Feier, die vom Männergesangverein und der Blaskapelle, unter der Leitung von Sepp Garnreiter, musikalisch umrahmt wurde. Der Feier ging ein Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche Heilig Blut, gestaltet vom Männergesangverein, unter der Leitung von Evi Mittermaier, voraus.


Weitere Informationen

  • Informationsquelle: OVB
  • Text und Foto: Greiner

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