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Karolinenkirche in Großkarolinenfeld

Seit Anfang an gehört die evangelische Kirchengemeinde zur Geschichte und zum Ort Großkarolinenfeld. Von 1801 an besiedelten Protestanten aus der Pfalz die Moorgegend östlich von München. Das Edikt des späteren Königs Max-Josef erlaubte die Ansässigmachung der Evangelischen in Bayern.

Bereits 1805 zog der erste protestantische Pfarrer ins neu gebaute Pfarrhaus ein. 1822 konnte die Karolinenkirche als erste evangelische Kirche im oberbayerischen Land auf den Namen der Königin Caroline eingeweiht werden.


Die Chororgel in der evang. Karolinenkirche in Großkarolinenfeld


Im Jahre 1738 kommt es zu Verhandlungen zwischen dem Kloster Tegernsee und dem Dachauer Orgelmacher Qurin Weber zwecks Baues einer neuen Chororgel. Als Macherlohn verlangte Weber 200 Gulden und versprach, dass die Orgel innerhalb 16 Wochen fertig wäre. Am 22. November 1738 zahlte das Kloster die letzte Rechnung in Höhe von 18 Gulden. Diese Orgel stand bis zum Jahre 1823 hinter dem Hauptaltar und wurde durch große Umbauarbeiten im Kloster Tegernsee entbehrlich. Nach Fertigstellung der evangelischen Kirche in Großkarolinenfeld im Jahre 1822 stellte die Pfarrgemeinde bei der Regierung den Antrag auf eine Orgel. Am 31. März 1824 teilte Ministerialrat Schmidt (Kabinettsprediger der Königin) dem Pfarramt mit, Ihre königlichen Majestäten geruhen der protestantischen Gemeinde Großkarolinenfeld eine Orgel zum Geschenk zu machen.

So kam es, dass der Orgelbauer Will aus Bad Tölz die Orgel im Kloster abbaute und zum Transport in Kisten verpackte. Der gleiche Orgelbauer benötigte zum Aufstellen der Orgel in Großkarolinenfeld sechs Wochen, so dass die Orgel am 9. Sonntag nach Trinitatis - es war der 15. August 1824 - beim Gottesdienst gespielt wurde. Bis zum Jahre 1935 war die Orgel in Betrieb. Sie wurde während des Krieges mit einem grauen Schutzanstrich versehen und erst ab 1943 wieder gespielt. Der Chronist schreibt über die Orgel: Von nicht geringer Bedeutung war die im Jahre 1824 erfolgte Schenkung einer Orgel zur hiesigen Kirche. Es war das letzte großmütige Geschenk des gütigen Königs Max Joseph 1.




Hl.-Kreuz Kirche in Tattenhausen

Am 9. Mai 1996 waren es 800 Jahre, dass die Kirche in Tattenhausen eingeweiht wurde. Diese Weihe ist ausführlich überliefert:"Im Jahre der Menschwerdung des Herrn 1196 unter dem Pontifikat des Papstes Cölestin III und unter der Regierung von Kaiser Heinrich VI wurde diese Kirche eingeweiht vom hochwürdigsten und hochwohlgeborenen Bischof der Kirche von Freising Otto 11 am 9. Mai zur Ehre der heiligsten und ungeteilten Dreieinigkeit, und des siegreichen heiligen Kreuzes und der glorreichen Gottesmutter St. Maria und St. Georg. Als Reliquien sind verzeichnet: von den Märtyrern Dionysus, Pangratius, Vitus und Georgius, von den Heiligen: Martinus, Leonhard, Andreas, Bartholomäus, Nicolaus, Briccius und andrer Heiliger."

In Tattenhausen stand allerdings schon rund 400 Jahre früher eine Kirche. Diese Kirche war üblicherweise damals aus Holz gebaut. In einem Besitzstreit vor dem Karolinischen Gerichtshof in Aibling einigten sich am 13. Januar 804 Bischof Alto von Freising und Abt Liutfried vom Chiemsee über strittige Kirchen, unter anderem über die Kirche von Tattenhausen (ecclesia totinhusir). Die Kirche von Tattenhausen war ursprünglich im gotischen Stil errichtet worden. Im 18. Jahrhundert wurde sie völlig umgebaut und verändert. Zwei wertvolle Figuren der Hl. Magdalena und des Hl. Nikolaus stammen aus dem Jahre 1520 und schmücken noch heute den Hochaltar.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Portal an der Westseite der Kirche angebaut. In neuerer Zeit fanden mehrere größere Umbauten und Renovierungen statt. Von diesen war die Renovierung im Jahre 1960 wohl die umfangreichste. Damals wurden u.a. die beiden Seitenaltäre, die Kommunionbank und die Buntglasfenster entfernt.




St. Leonhard-Kapelle in Großkarolinenfeld

Die Eheleute Leonhard und Magdalena Schlosser ließen im Mai 2001 die "Leonhard-Kapelle" an der Josef-Baumann-Straße in Großkarolinenfeld erbauen.
In einem langen Kirchenzug wanderten die Ortsvereine mit Fahnen, die Musikkapelle Großkarolinenfeld AH und viele Gläubige zur Einweihung dieser Kapelle. Den Festgottesdienst hielt der Ortspfarrer Drago Curic, zusammen mit Dekan Nepomuk Huber aus Rosenheim und Diakon Alfred Schuster. Während Pfarrer Curic in seiner Begrüßung dieses Werk als ein "unüberschaubares Zeichen unseres Glaubens" bezeichnete, stellte Dekan Huber in seiner Festansprache fest: "diese Kapelle ist ein Denkmal unseres Glaubens".

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